Büroagrarfachfrauen – ein Erfolgsmodell des LFV und der Landwirtschaftskammer

Erstmals erhielten auch Absolventinnen des Aufbaukurses ihr Zertifikat 

Das Haus Schmielau im Molfseer Freilichtmuseum beherbergt nicht nur die LandFrauen-Ausstellung, die gerade bis zum 26. September 2010 verlängert wurde, sondern war am 30. Mai 2010 auch erstmals Veranstaltungsort für die feierliche Zertifikatsübergabe an die Absolventinnen der Ausbildung zur Büroagrarfachfrau kurz „BAFF“ genannt. „BAFF“ ist eine gemeinsame Qualifizierung des LandFrauenVerbandes Schleswig-Holstein und der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. Neben dem Grundkurs gab es in diesem Jahr erstmalig einen „BAFF“-Aufbaukurs. Claus Heller, Präsident der Landwirtschaftskammer, und LFV-Vizepräsidentin Birgit Feddersen überreichten die Zertifikate an die insgesamt 78 Absolventinnen. Prof. Dr. Carl I. Johannsen, Geschäftsführer des Freilichtmuseums eröffnete die Veranstaltung und Kulturwissenschaftlerin Dr. Ulrike Looft-Gaude gab eine kurze Einführung in die Ausstellung zum LandFrauen-Archiv.

 

BAFF-Zertifikatsüberreichung 2010

 

Seit dem Winterhalbjahr 2003/2004 führt der LandFrauenVerband in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer die Qualifizierung zur „Büroagrarfachfrau“ durch. BAFF ist ein Erfolgsmodell. Seit 2003 gibt es 18 BAFF-Grundkurse, die bereits von rund 500 Frauen absolviert wurden. Für die neuen Kurse im kommenden Herbst haben sich bereits Interessierte für zwei weitere Kurse und einen weiteren BAFF-Aufbaukurs angemeldet. Ziel ist es, Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben einen inhaltlich weit gefächerten Einblick in das Büromanagement eines landwirtschaftlichen Betriebes zu geben. Grundsätzlich werden den Absolventinnen mit dieser Qualifizierung fundierte Grundlagen für die spezifischen Erfordernisse eines landwirtschaftlichen Betriebes vermittelt und Frauen in landwirtschaftlichen Betrieben wird der Anstoß dazu gegeben, sich stärker in das Management des Betriebes mit einzubringen.

Die halbjährliche Ausbildung des Grundkurses umfasst insgesamt 100 Stunden. Darin geht es unter anderem um die Büroorganisation, mit dem Ziel, das „Agrar-Büro“ als zentrale Schaltstelle eines gut funktionierenden Betriebes zu gestalten, um moderne Datenverarbeitung und – kommunikation, um rechtliche Grundlagen, wie Arbeits- oder Vertragsrecht, sowie Buchführung und Steuerrecht und um die vielfältigen Förderungs- und Verwaltungsaufgaben in der Landwirtschaft. Der Kurs findet einmal wöchentlich statt. Im vergangenen Seminarjahr 2009/2010 fand erstmalig der BAFF-Aufbaukurs „Klarer Kurs für die Zukunft“ statt, an dem 54 Frauen teilnahmen. Er besteht aus 40 Unterrichtsstunden, in denen es um Soft Skills wie Kommunikation, Konfliktbehandlung und Stressmanagement, betriebliche Unternehmensführung, Finanzen und die soziale Absicherung der LandFrau geht.

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