EU-Abgeordnete möchte gerne LandFrau werden

EU-Abgeordnete möchte gerne LandFrau werden

Kiel, 29. Januar 2010

Ulrike Rodust (SPD) zu Gast zum Hintergrundgespräch beim Landesverband

Rendsburg – Sie hätte nie gedacht, dass sie dieses Amt einmal bekommt, bekannte Ulrike Rodust in diesem Gespräch. Schließlich sei ihr Vorgänger Willy Piezceck in der SPD immer „Mister Europa“ gewesen. Doch nach seinem Tod rutschte sie in die „großen Fußstapfen“. Seit Juni 2009 ist die Schleswig-Holsteinerin aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde als Abgeordnete in Brüssel tätig. Als agrarpolitische Sprecherin ist sie stark eingebunden in die Vorbereitung der gemeinsamen Agrarpolitik. „Es geht darum, Chancen für alle zu schaffen und Existenzen zu retten, aber Europa-Politik ist nicht nationale Politik und außerdem immer eine Politik der Kompromisse.“

Offen und ausführlich erläuterte Ulrike Rodust dem LFV-Präsidium die verschiedenen Ansätze und Denkweisen zum 2-Säulen-Prinzip der EU. „Für mich ist wichtig, dass die Verzahnung von Landwirtschaft und Menschen, die im ländlichen Raum leben erhalten bleibt“, sagte sie. Natürlich sei sie für eine Förderung, aber jeder Landwirt müsse sich betriebswirtschaftlich „sauber aufgestellt“ haben. In Norddeutschland sehe sie den Strukturwandel als fast abgeschlossen.

„Der ländliche Raum muss die Standards des städtischen Raums erhalten. Pflege, Schulen, Breitbandvernetzung – hier muss sich etwas tun.“ Dass dies auch die Ziele und Themen der LandFrauen in Schleswig-Holstein sind, wurde im Gespräch schnell deutlich. „Ich weiß das und finde es toll, was Sie tun. Darum möchte ich auch Mitglied im Ortsverein Eckernförde werden“, bekannte Rodust und gab den LandFrauen noch einen Tipp mit auf den Weg. „Informieren Sie die Parlamentarier, nicht nur die Regierenden, über Beschlüsse und Ideen. Und zwar rechtzeitig und auf allen Ebenen.“