Gesundheitsaktion 2010:

 

„Zurück in die Zukunft -

Wege aus der Depression“

In Kooperation mit der Ärztekammer Schleswig-Holstein widmet sich der LandFrauenVerband Schleswig-Holstein e.V. einer Krankheit, die spätestens nach dem Freitod von Robert Enke Fragen nach Symptomen und Therapiemöglichkeiten aufwirft.

Nach Schätzungen des Bundesgesundheitsministeriums sind bundesweit rund 4 Millionen Menschen an Depressionen erkrankt. Beispielsweise ermittelte die Techniker Krankenkasse für Schleswig-Holstein einen Anstieg der Diagnose „Depressive Störungen“ von 30% zwischen den Jahren 2000 und 2008.

Die vielfältigen Ursachen für Depressionen sind meist in frühen Lebensphasen der Erkrankten zu suchen und nicht unmittelbar offenkundig. Probleme, z.B. in der Familie oder im Beruf, können dann Auslöser für die Krankheit sein, die etwas völlig anderes ist als nur eine trübe Stimmung. Die Erkrankten leiden unter tiefen emotionalen Tälern, die sich wiederholen. Anzeichen für eine Erkrankung können Schlafstörungen, Freudlosigkeit, Müdigkeit, Unentschlossenheit auch hinsichtlich einfacher Entscheidungen, verminderte Aufmerksamkeit und die eigene Wertlosigkeit sein. Sind diese Symptome gar mit Selbstmordgedanken gepaart, besteht für die Erkrankten höchste Gefahr.

Vor diesem Hintergrund wird in Vorträgen von Fachkräften neben den Ursachen und Symptomen vor allem auch auf die Möglichkeiten von den verschiedenen Therapieansätzen eingegangen. Diese Informationen richten sich dabei nicht nur an Betroffene, sondern besonders an Familienangehörige.